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Sonntag, 30. November 2014

Gegen Novemberblues: Kartoffel-Weißkohl-Gratin

Lecker sahnig und würzig - uiuiui!...

An so einem grauen ersten Advent dürstet auch der vegane Gaumen nach deftigem Trost-Essen mit ordentlich Wumms. Kein Problem: Einfach den Weißkohl und die Kartoffeln aus der regionalen Gemüsekiste kramen, den Sojasahne-Vorrat geplündert und los gehts!

800 g festkochende Kartoffeln
800 g Weißkohl
600 ml Soja- oder Hafersahne
1 Knoblauchzehe
1 TL Majoran
1 TL Oregano
2 TL geriebene Muskatnuss
Salz, Pfeffer
1 kleiner Topf Hefeschmelz (Rezept siehe hier)

Kartoffeln schälen und in feine Scheiben schneiden. Vom Weißkohl die äußeren Blätter entfernen, vierteln, den Strunk herausschneiden und in feine Stücke schneiden. 


Mit wenigen Zutaten ein leckeres Winteressen gezaubert.

Die Sojasahne mit der fein gehackten Knoblauchzehen, und den Gewürzen verrühren, salzen und pfeffern. In einer Auflaufform zuerst den Weißkohl hineingeben und dann die Kartoffelscheiben darauf verteilen. Alles mit der gewürzten Sojasahne übergießen. 


Am Ende den Hefschmelz gleichmäßig oben drauf verteilen. 1 Stunde bei 180 Grad (Umluft) im Backofen überbacken bis die Kartoffeln und der Kohl gar sind und der Hefeschmelz eine goldgelbe Farbe hat. Mit Salat (bei uns gab’s Feldsalat mit Sojajoghurt-Essig-Dressing) servieren. 

Na, ist das nicht ne Wahnsinns-Kruste? Wer braucht da noch Käse aus Kuh-Drüsensekret!

Ich hoffe euch schmeckt's - Prost!

Montag, 27. Mai 2013

Spaghetti mit veganer Schinken-Käse-Soße


Hier ein schnelles und einfaches Nudelrezept, für das ihr sehr gut Hefeschmelzreste (z.B. falls noch was von der Lasagne gestern übrig geblieben sein sollte) verwerten könnt. Selbstverständlich kann man den Hefeschmelz auch frisch zubereiten - auch das dauert nur ein paar Minuten und ist schnell während der Nudelkochzeit erledigt.

Natürlich passt die Soße auch sehr gut zu Zucchini-Nudeln (siehe hier) - damit kann man dann sogar aus diesem  - ansonsten nicht gerade Kalorienarmen - Gericht dann doch noch ein "Vegan for Fit" - taugliches Essen zaubern. 


Für 1 Person:

120 g Spaghetti aus Hartzweizengrieß oder alternativ Zucchini-Nudeln (aus ca. 1 großen Zucchini)
Hefeschmelz nach Belieben (Rezept siehe hier - für die Schinken-Käse-Soße braucht ihr ungefähr 1/3 der im Rezept angegebenen Menge)

50 g Räuchertofu
1/2 Zehe Knoblauch
evtl. vegane Hafer-, Soja- oder Reissahne oder -milch
ein paar Zweige frische glatte Petersilie

Salz, Pfeffer, Muskatnuss
Brat-Olivenöl

Die Spaghetti nach Packungsanweisung kochen bzw. aus der Zucchini mit dem Spiralschneider Spaghetti herstellen und mit Olivenöl und Salz vermengen.

In der Zwischenzeit den Räuchertofu fein würfeln und in 2 EL Olivenöl von allen Seiten knusprig anbraten. Knoblauch fein hacken und zusammen mit dem Hefeschmelz in die Pfanne geben. Alles zusammen erwärmen - falls der Hefeschmelz zu dick sein sollte, einfach mit veganer Pflanzensahne oder Pflanzenmilch verdünnen.

Die Petersilie fein hacken und unterrühren und die Soße nochmals mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss kräftig abschmecken. Die abgetropften Spaghetti oder Zucchini-Nudeln in die Pfanne geben und kurz in der Soße schwenken. Fertig!

Samstag, 6. April 2013

Vegane frittierte Tintenfischringe mit Mayonnaise (Calamari Fritti)


Nachdem ich mir am Donnerstag bereits den Bauch mit veganen Fish and Chips vollgeschlagen hatte, hat mich nun das Frittierfieber gepackt. Kann gut sein, dass das auch etwas mit diesem deprimierenden „Frühlings“wetter zu tun hat – wer mag sich bei diesem Wetter schon gedanklich mit dem Thema Bikinifigur beschäftigen? Glücklicherweise entdeckte ich in den unendlichen Weiten meines Kühlschranks auch noch eine Packung veganer Tintenfischringe. Diese hatte ich schon mal im Sommer in Berlin in Björn Moschinskis Restaurant „Kopps“ gegessen und war schon damals mehr als verblüfft darüber, wie täuschend echt diese an das Original herankamen.

Also, los ging’s: Glücklicherweise waren von der Fish and Chips – Aktion vom Donnerstag noch Öl und Teig übrig (Rezept siehe hier), dann noch ein paar TK-Pommes in den Backofen und  schnell noch in 5 Minuten eine vegane Mayonnaise dazu gezaubert (Rezept siehe hier) – und fertig war ein köstliches, wenn auch nicht ganz figurfreundliches, Essen. Yummie….Vegan for Fit war gestern! 

Die veganen Tintenfischringe bekommt ihr übrigens z.B. hier oder im Veganz in Frankfurt. Ich fand sie ehrlich gesagt noch leckerer den frittierten "Fisch" aus meinem Fish and Chips Rezept.....


Donnerstag, 4. April 2013

Fish and Chips - Vegan!



Heute mal was aus der Kategorie “Nichts ist unmöglich”... hehehe :)

Bei meinen zahlreichen Besuchen früher auf der Insel war für mich die obligatorische Riesenportion fettiger „Fish and Chips“, in normales Zeitungspapier eingewickelt und mit Massenweise Vinegar, aus dem Abendprogramm nicht wegzudenken. Anders hätte ich auch die anschließenden Pub-Besuche nie überstanden, bei denen einem ständig ein neues riesiges Guinness (oder sonst was)-Pint in die Hand gedrückt wurde (denn um 22:00 Uhr war ja Schluss und es gehörte zum guten Ton, dass jeder bis dahin mal ne Runde ausgegeben hatte – Puh!).

Heute fiel mir dann beim Kühlschrankaufräumen diese Päckchen hier in die Hand, das ich wohl mal wieder in einem Anfall von Experimentierfreude im Rahmen irgendeiner Rabattaktion bei „alles-vegetarisch.de“ erstanden hatte:





Sofort flackerte das Bild einer fettverschmierten Zeitung in meiner Großhirnrinde auf und meine Geschmacksnerven flüsterten vinegarvinegarvinegaaaaar....Da war mir klar: Heute gibt es Fish and Chips – juhuuu!

Und so geht’s – ganz ohne Fritteuse übrigens!

Für zwei bis drei Personen:
Eine Packung (300 g) „Veggie Fischfilet in Stücken“ von Vantastic Foods (erhältlich hier (jetzt allerdings wohl mit neuer Rezeptur und als 250 g Packung).
Alternativ geht aber bestimmt auch einfach Tofu!
300 g Mehl
2 TL Backpulver
1 TL Salz
ca. 150 ml Bier
ca. 100 ml Wasser nach Bedarf
Salz, Pfeffer
Bratöl (hoch erhitzbares Öl)
Backofenpommes soviel man/frau möchte
Weißweinessig (ich nehme den von byodo, der ist auf jeden Fall vegan und schön mild - den gibt's auch im Bioladen, z.B. im Alnatura oder Denns
)

Mehl, Backpulver und Salz in einer Schüssel vermengen und in der Mitte eine kleine Kuhle buddeln. Nach und nach das Bier und das Wasser mit dem Knethaken unterkneten so dass ein nicht allzu dicker aber noch schön zäher Teig entsteht. Abdecken und ca. 20 Minuten stehen lassen.
Die veganen Fischfilets mit Küchenkrepp abtupfen, salzen und pfeffern. Einen mittelgroßen Topf zu ca. 1/3 mit Öl füllen und das Öl erhitzen. Die richtige Temperatur ist erreicht, wenn am Stiel eines hineingehaltenen Holzlöffels kleine Blasen aufsteigen.
In der Zwischenzeit schon mal die Backofenpommes nach Packungsanweisung zubereiten (oder selber Pommes schnitzen und auch im Topf frittieren).
Die Fischfilets kurz in Mehl wenden und dann in den Bierteig tunken, den überschüssigen Teig kurz abschütteln und ab ins heiße Öl damit. Nach einiger Zeit wenden bis beide Seiten eine goldgelbe Farbe haben. Mit einem Schöpflöffel aus dem Öl fischen und auf Küchenkrepp abtropfen lassen. 



 

Wer will, kann auch noch mal nachsalzen. Mit den gesalzenen Pommes servieren und nach Geschmack alles mit dem Essig beträufeln. Dazu das restliche (und/oder ein neues) Bierchen genießen. 


Sonntag, 17. Februar 2013

Nudelsalat Old School – Klassischer Veganer Nudelsalat



Leckere vegane Mitbringsel für Party- Büffets sichern nicht nur die eigene Versorgung, sondern sind auch eine gute Gelegenheit, um mit vielen Vorurteilen über die vegane Küche aufzuräumen und seinen Freunden zu zeigen, dass Veganer beileibe nicht nur Gras, Tofu und Körner essen. Oft entwickelt sich dann sogar ein interessiertes Gespräch über die vegane Küche („Was? In diesem leckeren Kuchen sind weder Ei noch Butter drin? Unglaublich – wie hast du den gemacht?....“).*

Mein Lieblings-Mitbringsel ist dieser tolle klassische „Old School“-Nudelsalat, so wie ihn jeder von zuhause kennt, mit Erbsen und Möhrchen und viiiiiieeel Mayonnaise. Er ist wirklich sehr schnell gemacht und da ich die Zutaten zuhause immer auf Reserve habe, muss ich auch nicht extra noch mal einkaufen gehen und kann die Zeit statt dessen nutzen, um mich z.B. noch ein bisschen für die Party aufzubretzeln. 

Für eine große (!) Schüssel Nudelsalat braucht ihr:

500 g Spirelli Nudeln aus Hartweizengrieß (z.B. von Barilla, Altnatura, etc.)
800g-Dose Erbsen und Möhrchen
1 große rote Paprika
8-10 Gewürzgurken
Gurkenwasser aus dem Gewürzgurkenglas
500 ml vegane Mayonnaise (entweder gekauft oder – noch besser – in nur 5 Minuten selbstgemacht. Wie das geht, erfahrt ihr
hier. Für den Nudelsalat braucht ihr die doppelte Menge)
Salz
Pfeffer
Optional : vegane Wiener/Bockwurst, Dosenchampignons, Spargel. Tomaten, Mandarinen....

Die Nudeln nach Packungsanweisung Al Dente kochen, mit kaltem Wasser abschrecken und abkühlen lassen. Erbsen und Möhrchen abgießen, abspülen und abtropfen lassen. Die Möhrchen gegebenenfalls noch in kleinere Stücke schneiden. Die Paprika entkernen und fein würfeln, die Gewürzgurken in Scheibchen schneiden. Die Mayonnaise mit reichlich Gurkenwasser aus dem Gewürzgurkenglas verrühren. Alle Zutaten mit den Nudeln vermengen und ordentlich pfeffern und salzen. Mindestens 30 Minuten ziehen lassen und vor dem Servieren bei Bedarf nochmals etwas Gurkenwasser hinzugeben und nochmals kräftig mit Salz und Pfeffer nachwürzen.

Wer mag, kann auch noch vegane Bockwurst (meine Favorit: die
Bockwurst von Vantastic Foods) oder Dosenchampignons in Scheiben, Spargel aus dem Glas, frische Tomaten oder Mandarinen aus der Dose reinschnippeln - je nachdem was ihr so da habt und worauf ihr Lust habt.




*Vorsicht: Manchmal kann daraus aber auch eines dieser anstregenden Gespräche entstehen („Wo bekommst du dein Protein und dein Calcium her?....aber Löwen essen doch auch Antilopen....Pflanzen haben auch Gefühle....wenn wir kein Fleisch essen würden gäbe es die ganzen Nutztiere ja gar nicht mehr.....ich esse ja nur noch ganz selten Fleisch (auf Nachfrage: Naja, Wurst aber zum Frühstück natürlich schon jeden Tag).... in der Bibel steht aber.....etc etc etc). Inwieweit man/frau darauf einsteigen möchte, sei jedem selbst überlassen. Meine Erfahrung ist allerdings, dass Parties in der Regel nicht ein besonders geeigneter Ort für diese Art von Gesprächen sind, insbesondere wenn sie einem morgens um drei Uhr nach vier oder mehr Gläsern Rotwein aufgedrückt werden. Also lieber statt dessen zusammen eine Runde auf der Tanzfläche tanzen gehen oder – noch besser - dem anderen noch Wein nachschenken und ihn/sie zum gemeinsamen Kochabend (z.B. von vegan-o-mania-Rezepten) einladen.

Vegan Basics: Vegane Mayonnaise



Als ich das erste Mal selbst vegane Mayonnaise gemacht habe, war ich aus zweierlei Gründen zutiefst schockiert: 1. weil es so einfach geht und 2. angesichts der Mengen an Öl, die drin sind - uiuiui....

Außerdem konnte ich geschmacklich tatsächlich keinen Unterschied zwischen der veganen und der "echten" Variante feststellen. Auch in Salaten, etc. verhält sie sich genauso wie "normale" Mayonnaise. Da jedoch keine rohen Eier enthalten sind, hält sie sich viel länger und man muss auch nicht mehr befürchten, an einem heißen Sommertag alle Gäste nach der Grillparty wegen Salmonellen etc. ins Krankenhaus fahren zu müssen. So geht's:

100 ml Sojamilch
1 EL Aceto Balsamico Bianco - Essig
200 – 300 neutrales Pflanzenöl
½ TL Senf
Salz
Pfeffer

Wer noch den typischen Ei-Geschmack mit reinbringen möchte, kann auch noch eine Prise "Kala Namak" (Hindi für "schwarzes Salz", erhältlich in Bio-Läden oder
hier) mit reingeben. Mir dreht sich ja inzwischen beim Geruch von Eiern der Magen um, aber ab und zu erlaube ich mir den Spaß, um Nicht-Veganer mit dieser Mayonnaise aufs Glatteis zu führen ("Ach, es geht doch nichts über eine selbstgemachte Mayonnaise mit frischem Eigelb!..." hihihihi....)

Die Sojamilch und den Essig in ein hohes Gefäß geben und mit dem Pürierstab vermixen. Nun das Öl langsam in einem dünnen Strahl beim Mixen hinzugießen und dabei weitermixen. Wenn die Mayonnaise nicht fest genug ist, noch mehr Öl hinzugießen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Mit Senf, Salz und Pfeffer würzen – fertig. Die Mayonnaise hält sich im Kühlschrank ca. 1 Woche.

Mittwoch, 13. Februar 2013

Süßkartoffel-Chips


Eine leckere Alternative zu den ollen 08/15- Kartoffelchips aus dem Laden – ideal für einen gemütlichen Tatort-Abend!






















Zutaten:
ca. 500 g Süßkartoffeln
ca. 1 Liter Pflanzenöl oder -fett
Salz

Die Süßkartoffeln schälen, waschen und auf einem Gemüsehobel in feine Scheiben hobeln. Das Öl in einem hohen Topf so lange erhitzen, bis sich am Stiel eines hineingehaltenen Holzlöffels kleine Bläschen bilden. Die Kartoffelscheiben hineingeben und so lange frittieren, bis sie leicht braun werden. Mit einem Schöpflöffel herausfischen und auf Küchenkrepp gut abtropfen lassen. Kräftig salzen und servieren. In einem luftdicht verschlossenen Behälter (z.B. Tupperware etc.) bleiben die Chips schön knusprig und können auch noch am nächsten oder übernächsten Tag geknabbert werden.

Sonntag, 10. Februar 2013

Kreppel (Berliner)























Fassenacht ohne Kreppel ist wie Fassenacht ohne Helau. Die gute Nachtricht: Auch als Veganer/in muss man weder auf Helau noch auf Kreppel verzichten. Da es in Meenz und anderswo vegane Kreppel allerdings leider (noch) nicht an jeder Ecke gibt, ist hier Eigeninitiative gefragt. Allerdings ist die Herstellung viel einfacher als gedacht und das Ergebnis zudem ungleich leckerer als die oft schon leicht trockenen Industrie-Kreppel vom Großbäcker. Ich habe dieses Jahr zum ersten Mal in meinem ganzen Leben überhaupt Kreppel selbst gemacht und sie sind gleich super geworden – dabei habe ich noch nicht einmal eine Friteuse! Und so geht’s:

Für ca. 12 Kreppel:

200 ml Sojamilch
100 g vegane Margarine (z.B. Alsan oder Sojola)
500 g Mehl
100 g Zucker
1 Würfel Frischhefe (alternativ 1 Päckchen Trockenhefe)
ca. 1 Liter Pflanzenöl oder -fett zum Ausbacken:
Erdbeermarmelade
Etwas Zitronensaft
Puderzucker

Margarine und Sojamilch handwarm erwärmen. Die Hefe zerbröseln und in die erwärmte Sojamilch einrühren. Margarine, Sojamilch, Hefe, Mehl und Zucker mit den Händen sorgfältig zu einem elastischen Teig verkneten, bis sich dieser von der Schüssel löst. Die Schüssel mit einem feuchten Küchentuch abdecken und den Teig an einem warmen Ort ca. 1 Std. gehen lassen.

Nach der Ruhezeit den Teig nochmals kräftig mit den Händen durchkneten und ihn anschließend ca. 3 cm dick ausrollen. Mit einem großen Wasserglas oder einer Tasse Kreise von ca. 7 cm Durchmesser ausstechen und diese mit einem feuchten Tuch abgedeckt nochmals ca. 30 Minuten gehen lassen, bis sie ihre Größe verdoppelt haben. 




Das Öl in einem hohen Topf erhitzen - wenn sich am Stiel eines hineingehaltenen Holzlöffels kleine Bläschen bilden, ist die richtige Temperatur erreicht. Die Kreppel mit der Unterseite nach oben in das Öl hineinlegen und so lange frittieren, bis die Unterseite hellbraun ist. Dann wenden und nochmals ca 3-4 Minuten frittieren bis auch die andere Seite hellbraun ist. Mit einem Schaumlöffel herausheben und auf Küchenkrepp gut abtropfen lassen.

 
 Für die Füllung die Marmelade mit etwas Zitronensaft glatt rühren, in eine Spritze füllen (z.B. in eine große Einwegspritze aus der Apotheke oder in eine Tortenspritze mit langem Aufsatz), seitlich in den Kreppel stechen und füllen. Dann die noch warmen Kreppel mit reichlich Puderzucker bestäuben. Wenn sie etwas abgekühlt sind, bekommt der Teig die typisch luftige Struktur. 


 

Mittwoch, 6. Februar 2013

Feuriger Süßkartoffel-Hackvleisch-Auflauf mit goldgelber Käsekruste


Große Aufregung letzte Woche: Süßkartoffeln bei Rewe für 1,49 im Angebot - *kreisch*! Beim Anblick des riesigen Süßkartoffelhaufens brannten dann natürlich auch gleich wieder meine Synapsen durch und unter den verwunderten Blicken der anderen Kunden packte ich meinen Einkaufswagen so voll, dass ich ihn nur noch mühsam zur Kasse bugsieren konnte. Wundert euch deshalb nicht, wenn es hier jetzt erst mal Süßkartoffel-Rezepte hagelt! :)

Meine erste Kreation ist dabei genau das richtige für so ein fieses Schneematschwetter wie heute. Es wärmt nicht nur den Magen, sondern tröstet auch die sonnehungrige Seele. Ich hoffe, es bringt ein bisschen Süßkartoffel-orangenen Sonnenschein in euren Alltag.... 








Für 4 Trostsuchende:

800 g Süßkartoffeln
200 g Kartoffeln
1 rote Chilischote
1/8 Liter ungesüßte Bio-Sojamilch
Balsamico-Essig
Agavendicksaft
1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe

200 g getrocknetes Sojagranulat
600 ml Gemüsebrühe
1 EL Tomatenmark
1 große Dose (850 ml) ganze Tomaten (oder: 1 kleine Dose Tomaten (400 g) und 300 g passierte Tomaten)
Reichlich Olivenöl
Pfeffer, Salz, gemahlener Kreuzkümmel

Für die Hefeschmelz-Käsekruste:
ca. 45 g Alsan-Margarine
3 EL Weizenmehl
300 ml Wasser
5 EL Hefeflocken
1 TL Salz
1 TL Senf
Paprikapulver, Kurkuma 




Das Sojagranulat mit der Gemüsebrühe aufgießen und einweichen lassen. Süßkartoffeln und Kartoffeln schälen, waschen, in grobe Stücke schneiden und in reichlich Salzwasser ca. 20 Minuten kochen und dann abgießen.

Die Knoblauchzehe hacken und die Zwiebel fein würfeln. Das eingeweichte Sojahack in ein Baumwoll-Geschirrtuch einpacken und mit dem Tuch fest ausdrücken, bis keine Flüssigkeit mehr rauskommt. 6 EL Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und das ausgedrückte Sojagranulat darin so lange bei großer Hitze anbraten, bis es krümelig und knusprig wird (Geduld - das kann eine Weile dauern). Zwiebel und Knoblauch am Ende kurz mitbraten, das Ganze Salzen und Pfeffern, 1 EL Tomatenmark, die zerdrückten Dosentomaten und den Saft hinzugeben und zugedeckt ca. 10 Minuten weiterköcheln lassen. Am Ende mit 1 TL Agavendicksaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Chili längs aufschneiden, die Kerne mit einem Messerchen rauskratzen und fein hacken*.  Chili, Sojamilch und 3 EL Öl zu den Kartoffeln hinzugeben und alles zu Püree zerstampfen. Mit 1 TL Kreuzkümmel, 1 TL Agavendicksaft, 2 EL Balsamico-Essig, Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Ofen vorheizen (E-Herd: 200°, Umluft: 180°). Für den Hefeschmelz die Alsan in einem Topf schmelzen lassen und mit einen Schneebesen das Mehl einrühren. Nach und nach unter Rühren das Wasser hinzugeben bis eine dickflüssige Masse entsteht. Senf, Salz und Hefeflocken unterrühren und eine Prise Paprika- und Kurkumapulver hinzufügen. Falls erforderlich, mit Wasser verdünnen.

Eine große Auflaufform mit Öl bepinseln und das Püree hineingeben. Hackvleischsoße obendrauf geben und den Hefeschmelz gleichmäßig darauf verteilen. Das Ganze im Ofen ca. 25 Minuten überbacken, bis der Hefeschmelze eine goldgelbe Kruste bekommt.


 
*Achtung: Insbesondere Kontaktlinsenträger sollten beim Chili-Putzen und Schneiden unbedingt Einweg-Handschuhe tragen - sonst müsst ihr die nächsten Tage auf eure Brille ausweichen oder blind durch die Gegend laufen. Egal wie sorgfältig ihr eure Hände auch geschrubbt habt, auch noch Stunden (manchmal Tage) später wird die kleinste Berührung mit euren kontaminierten Fingern feine Chilispuren auf den Linsen hinterlassen, die euch beim nächsten Einsetzen zu schreienden Zombies verwandeln!

Chili im Au', brennt wie Sau!

Donnerstag, 27. Dezember 2012

Glühweinbirnen mit Lebkuchen-Schokoladenmousse


Und noch eine Premiere: Mein erstes veganes Schokoladenmousse, wieder nach einem Rezept der „Albert Schweitzer Stiftung“– und was soll ich sagen: Ich war absolut hin und weg! Einfach UNGLAUBLICH... und dann diese Kombination mit den Glühweinbirnen – ein absoluter Weihnachtstraum. Das perfekte krönende Finale für jedes vegane Weihnachtsmenü. Wer danach noch behauptet, vegane Ernährung hätte mit Verzicht zu tun, muss wohl ohne Geschmacksknopsen auf die Welt gekommen sein....




Für 5 Personen:

75 g Zucker, 750 ml Rotwein, 2 EL Glühweingewürz (z.B. „Oh du Fröhliche“ von Herbaria) (oder alternativ: 2 Zimtstangen, 1-2 Sternanis, 3 Gewürznelken, 3 grüne Kardamomkapseln)
5 feste Birnen
1 TL Speisestärke
250 g Zartbitterschokolade
300 ml aufschlagbare pflanzliche Sahne (z.B. Soy Whip von Soyatoo, oder Cresoy von Natumi)

¾ TL Lebkuchengewürz

Den Zucker in einem Topf karamellisieren lassen, mit dem Rotwein ablöschen und das Glühweingewürz bzw. die Gewürze hinzugeben. Die Birnen dünn schälen und im Glühwein etwa 15 min leicht köcheln lassen, so dass sie zwar weich sind, aber nicht zerfallen. Abkühlen lassen und den Birnen-Glühweinsud mindestens eine Nacht ziehen lassen.
 
Für das Lebkuchenmousse 200 g Zartbitterschokolade im Wasserbad schmelzen lassen. Während die Schokolade ein wenig abkühlt, die Sahne steif schlagen. Dann die geschmolzene Schokolade und das Lebkuchengewürz vorsichtig unter die steife Sahne heben und über Nacht kaltstellen.

Vor dem Servieren etwa 100 ml des Glühweins mit etwas Speisestärke binden (dafür uner Rühren kurz aufkochen lassen). Die restliche Schokolade in feine Späne hacken. Mit einem Löffel Nocken von der Mousse abstechen, mit den Glühweinbirnen, der Glühweinsoße und den Schokoladenspänen anrichten.

Für eine alkoholfreie Variante den Rotwein einfach durch eine Mischung aus Trauben- und Holundersaft ersetzen und die Zuckermenge reduzieren (oder den Zucker ganz weglassen).

Montag, 3. Dezember 2012

Veganer Käsekuchen

Dieser Käsekuchen ist wegen seiner besonderen Konsistenz aus Seidentofu und Tofu wirklich verblüffend nah an der Version aus Milchkäse dran und schmeckt einfach traumhaft. Da ich früher immer eine große Käsekuchenliebhaberin war, war ich den ganzen Tag völlig selig angesichts dieser Entdeckung....probiert es am Besten gleich selbst mal aus!



Rezept für eine Springform mit 26 cm Durchmesser:

Für den Boden:
260 g Mehl
120 g Zucker
1 Prise Salz
1Tüte Backpulver
160 g weiche Alsan-Margarine 
2 Msp. Vanillepulver

Für die Füllung:
400 g Tofu Natur

2 Packungen Seidentofu (insgesamt 800 g)
160 g Zucker
1 Zitrone - (abgeriebene Schale und Saft)
240 g geschmolzene Alsan-Margarine
80 g Stärke
Himbeeren, Blaubeeren oder andere Früchte nach Belieben

Die Zutaten für den Boden mit den Händen verkneten. Dann die gefettete Form
einschließlich Rand mit dem Teig gleichmäßig und dünn auskleiden und die Form für ca. eine Stunde in den Kühlschrank stellen.

Alle Zutaten für die Füllung - bis auf die Himbeeren - mit dem Handrührgerät oder im Blender gut verquirlen, bis man eine cremige und glatte Masse erhält. Zuerst eine dünne Schicht Käsemasse auf dem Boden der ausgekleideten Form verteilen und die Himbeeren darauf verteilen. Dann die restliche Käsemasse in die Form gießen. Im Ofen bei 160 °C mit Umluft ca. 60-65 Minuten backen, bis die sich die Oberseite leicht bräunt und bei der Garprobe an einem Holzspieß/Zahnstocher kein Teig mehr kleben bleibt.


Anschließend den Kuchen gut abkühlen lassen und in den Kühlschrank stellen (am Besten über Nacht), so dass er schön fest wird.

Wichtig ist, dass er gut gekühlt serviert wird, nur dann hat er die richtige Konsistenz und den typischen Käsekuchengeschmack!

Sonntag, 18. November 2012

Finnische Zimtschnecken

Diese tollen veganen Zimtschnecken hat heute meine finnische Mama für mich gebacken - ein Traum! :)



Für ca. 15 Stück:

Für den Teig:
75 g Alsan-Margarine
250 ml Sojamilch
25 g Hefe
100 g Zucker
1/2 TL Salz
1/2 TL Kardamom (am Besten grob gemahlen)
500 g Mehl

Für die Füllung:
40 g Alsan
1/2 TL Zimt

50 g Zucker
(Hagel-)Zucker zum Bestreuen

Alsan schmelzen, Sojamilch hinzufügen und leicht erwärmen (handwarm). Die Hefe darin auflösen und Zucker, Salz Kardamom und fast das ganze Mehl hineinrühren. Teig so lange kneten, bis er geschmeidig ist. Evtl. noch Mehl hineingeben. Teig abgedeckt an einem warmen Ort ca. 30-40 Min. gehen lassen. 

Dann den Teig durchkneten und in drei gleich große Teile teilen. Jedes Teigteil zu einem dünnen Rechteck ausrollen und mit geschmolzener Alsan bestreichen. Zimt und Zucker mischen und den Teig damit dick bestreuen. Den Teig zu Rollen formen und etwa 4 cm dicke Scheiben abschneiden. Diese mit der geschnittenen Seite nach unten mit Abstand zueinander auf ein Backblech mit Backpapier legen.

Den Ofen auf 250 Grad vorheizen und die Teilchen währenddessen nochmals gehen lassen. Die Schnecken mit Sojamilch bepinseln und mit Zucker oder Hagelzucker bestreuen und im Ofen auf mittlerer Schiene ca 10 Minuten backen (je nach Ofen).


Hyvää ruokahalua!

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